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Apport

Der English Setter ist bei entsprechender Einarbeitung auch für die Arbeit nach dem Schuss ein vollwertiger Gebrauchshund. Bei der Suche nach krankem oder verendetem Wild profitiert er von seiner excellenten Nasenleistung und auch das im Grundsatz anlagebedingte Apportieren läßt sich gezielt fördern und festigen. Anleitungen zur Apportausbildung sind im Buchhandel  zahlreich verfügbar, und es lohnt sich auch durchaus, sich bei den Apportspezialisten zu informieren (siehe z.B. "Sam Apport" von Nel Barendregt).

 

Viel Wert wird  beim English Setter auf das korrekte Verhalten nach dem Schuss gelegt. Der Hund soll das Wild fest vorstehen, keinesfalls dem aufstehenden Fasan und schon gar nicht abspringendem Haarwild  nachprellen sondern erst auf das Kommando nach erfolgreichem Schuss die Suche beginnen , sicher finden und apportieren. Häufig genug erlebt man auf der Jagd ja Situationen, wo überpassionierte und womöglich auch nicht ausreichend ausgebildete Hunde dem aus der Deckung springenden Kanin sofort nachhetzen und so den Schuss unmöglich machen oder zumindest eine für den Schützen "unübersichtliche" Lage schaffen.

 

 Tipp: Man sollte vor allem beim jungen Hund keine Apportgegenstände durch die Luft werfen. Der Hund gewöhnt sich auf diesen starken Reiz hin nur an, aufstehendem Wild nachzuprellen, da er "gelernt" hat, dass alles, was durch die Luft fliegt, von selbst irgendwann zu Boden fällt.  Die ersten Apportgegenstände sollte man also vor dem Hund frei auslegen, nachdem er gelernt hat, solche Gegenstände auf das Kommando "Apport" aus der Hand in den Fang zu nehmen und auf das Kommando "Aus" wieder auszugeben.

Tipp: Mit dem Apporttraining im Wasser beginnt man erst, wenn der Hund an Land sicher bringt und wenn er das Wasser auf Kommando annimmt. Die Führbarkeit des Hundes am und im Wasser läßt sich gut mit einer langen Leine trinieren, in deren Mitte ein Karabinerhaken mit Wirbel befestigt wird, an dem wir den Hund festmachen. So läßt er sich mit sanftem Druck anleiten, auf das Kommando hin auch die gegenüber liegende Seite abzusuchen.  Man benötigt also eine Leine, die mindestens doppelt so lang ist wie die Gewässerweite und natürlich einen Helfer am anderen Ufer.