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Haltung

Der English Setter stellt keine außergewöhnlichen Ansprüche an die Haltung, allerdings sollte man beachten, dass er für sein Wohlbefinden, wie viele unserer modernen Hunderassen auch, sozialen Kontakt sei es zu Artgenossen oder zu "seinen Menschen" braucht. Natürlich lebt er am liebsten im Haushalt, ist aber bei entsprechend frühzeitiger Eingewöhnung genauso gut in einer geeigneten Zwingeranlage aufgehoben, wenn man sich ansonsten oft genug um ihn kümmert und ihm reichlich Auslauf gönnt.  Unter einander und gegenüber anderen Hunden sind English Setter in aller Regel sehr verträglich. Ein wenig ist das aber auch eine Sache der Gewöhnung an andere Hunde im Welpenalter und der konsequenten Erziehung. 

Die Bindung zum Menschen kann beim English Setter sehr eng werden, und auch in Haushalten mit Kindern zeigt er sein unproblematisches, auf den Menschen geprägtes Verhalten und seine auf den Menschen hin orientierte Sozialisation. Ebenso schnell hat er allerdings auch heraus, wie er seine Familie erziehen kann! Hier ist Konsequenz gefragt, sonst hat man zwar einen lieben aber auch einen nervigen Hund!

Auch was das Futter angeht, gilt, dass der English Setter keine rassespezifischen Anforderungen stellt. Hinweisen muss man aber auch an dieser Stelle darauf, dass sich sein Energiebedarf nach dem jeweiligen Energieverbrauch richtet. Das geht uns Menschen ja nicht anders. Auch wenn es sich lustig anhört  - "ein fetter Setter" sieht grausam aus!Viele Experten raten heute, dem Hund regelmäßig frisches Fleisch zu gönnen. Bei regelmäßiger Entwurmung ist das sicherlich gut. Keinesfalls sollte rohes Schweinefleisch, auch nicht geräuchert, verfüttert werden. Die Schweinebestände, insbesondere die Wildschweinbestände, auch in Deutschland sind nicht völlig frei von der Aujetzki-Krankheit und ein befallener Hund kann nicht gerettet werden. Das Risiko muss man nicht eingehen. Hochwertige Fertigfutter (trocken und nass) gibt es zahlreich und auch damit ist der Hund gut versorgt. Das immer frisches Wasser für den Hund bereit stehen sollte ist selbstverständlich, auch wenn die Setter in der Regel nicht allzu viel Wasser brauchen.

Bei allem sollte man stets beachten, dass die English Setter unseres Zuchtvereins in erster Linie Jagdhunde mit einer deutlichen Vorliebe für's Suchen und Vorstehen von Wild im Feld sind. Sie brauchen also reichlichen Auslauf und entsprechende Aufgaben, um nicht zu verkümmern. Die Erziehung muss konsequent sein, Unarten wie betteln, Wild hetzen, anspringen u.s.w. muss man von Beginn an unterbinden. Mit seinem lieben und manchmal sogar etwas zarten Äußeren täuscht er uns sonst schnell darüber hinweg, dass ihm  ein "deutliches Wort" keinesfalls schadet....