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Zucht des English Setters

 

Die meisten Experten behaupten, dass die Zucht des English Setters sich vor rund 400 Jahren aus dem Spaniel heraus etablierte. Aus alten Zeichnungen und Berichten vermutet man darüber hinaus, dass die ersten Setter aus Kreuzungen spanischer Pointer, Wasser-Spaniels und Springer-Spaniels hervorgingen. Mit mehr oder weniger lockigem Haar und  an den Spaniel erinnernder Kopfform entsprachen sie dem heutigen Rassetyp nur bedingt. Die modernen Setter, wie wir sie kennen gehen ohne Zweifel auf die züchterischen Erfolge des Mr. Edward Laverack zurück, der um 1825, also in der Zeit König George IV. und kurz vor dem beginn des sog. "Viktorianischen Zeitalters", von einem gewissen Reverend A. Harrison den Rüden "Ponto" und die Hündin Old Moll" bekam. Aus dieser Paarung züchtete er nach von ihm entwickelten Regeln über dreißig Jahre lang konsequent eine große Anzahl bester Setter, die sich bald auch international großer Beliebtheit erfreuten. So kann die Zeit von 1819 bis 1874 als die wichtigste geschichtliche Epoche in der Zucht des English Setters bezeichnet werden.

Eine weitere Zuchtlinie ist auf den bekannten English Setter Züchter R. L. Purcell Llewellin zurückzuführen. Es ist bemerkenswert, dass Laweracks eigene Zuchtlinie durch die damals noch weit verbreiteten Hundeinfektionskrankheiten komplett unterging, und es nur vornehmlich den nach Italien und den Vereingten Staaten exportierten Hunden zu danken ist, dass wir heute noch den Typ des Laverack und des Llewellin Setters kennen. In vielen Ländern wird der English Setter heute in großer Zahl gezüchtet und ist ein sehr weit verbreiteter Jagdhund.

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Entsprechend seiner Satzung hat sich der ESCD die Reinzucht des English Setters nach dem von der FCI anerkannten Standard des Mutterlandes (Standard des Britischen Kennel-Clubs) zur Aufgabe gemacht. Gleichzeitig gilt ein besonderes Augenmerk den jagdlichen Eigenschaften und Fähigkeiten, die es gilt durch die Zucht zu festigen und fortzuentwickeln. Dabei gehen die Anforderungen, die an die jagdlichen Eigenschaften unserer Hunde gestellt werden, insbesondere in den Feldfächern über die Anforderungen der hierzulande eingeführten Gebrauchshunderassen deutlich hinaus: So wird das Herausstoßen von Wild ohne vorzustehen deutlich strenger "geahndet", und viel Wert wird gelegt auf den settertypischen Stil der Suche. Zu den Zuchtzielen gehört die Suche "mit der Nase im Wind", also eine anlagebedingte Reaktion vornehmlich auf die Witterungswahrnehmung aus der Luft und nicht auf die am Boden wahrgenommene Witterung. Auch das sog. Sekundieren, also das Vorstehen ohne nasenmäßige Wahrnehmung ausschließlich auf die optische Wahrnehmung eines anderen, vorstehenden Hundes, ist angewölft und soll durch konsequente Zucht als rassetypische Eigenschaft gefestigt werden.

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Die Leistungsprüfungen und Zuchtschauen des ESCD dienen vorrangig diesen züchterischen Zielen. Genauso begrüßt es der ESCD aber auch, wenn English Setter auf Prüfungen anderer Zucht- oder Jagdgebrauchshundevereine geführt werden und dort ihre Leistung einem breiten Publikum demonstrieren.